CED EU INFO 2015/02 DE


Ausgabe 2 - Mai 2015

 

Fortschrittsbericht zum Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenz

Am 26. Februar hat die Europäische Kommission einen Fortschrittsbericht zu ihrem fünfjährigen Aktionsplan zur Abwehr der steigenden Gefahr der Antibiotikaresistenz veröffentlicht. Dieser fasst den bisher erreichten Umsetzungsfortschritt der insgesamt zwölf Maßnahmen zusammen. Am selben Tag legten auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten(ECDC) ihren gemeinsamen Jährlichen EU-Kurzbericht zu Antibiotikaresistenzen (AMR) bei Zoonose- und Indikator-Bakterien aus Menschen, Tieren und Lebensmitteln vor.


Fortschrittsbericht zum Aktionsplan zur Abwehr der steigenden Gefahr der Antibiotikaresistenz (Schlüsselmaßnahmen):
Maßnahme Nr. 1 - Verstärkte Förderung des angemessenen Antibiotikaeinsatzes in der Humanmedizin - die EU finanziert das ARNA-Projekt zur Erforschung der Ursachen des bedenkenlosen Antibiotikaeinsatzes ohne ärztliche Verschreibung, und das ARPEC-Projekt, das auf eine umsichtigere Verschreibung von Antibiotika an Kinder abzielt.

Maßnahme Nr. 2 - Umsichtiger Antibiotikaeinsatz in der Veterinärmedizin - im September 2014 hat die Kommission neue Legislativvorschläge in Bezug auf Tierarzneimittel und Arzneifuttermittel verabschiedet, um der Bedrohung der Antibiotikaresistenz in beiden Bereichen zu begegnen - insbesondere ein Rechtsinstrument, um bestimmte Antibiotika für die Behandlung von Infektionen beim Menschen vorzubehalten.

Maßnahme Nr. 10 - Verstärkung der Überwachungssysteme für Antibiotikaresistenz und Antibiotikaverbrauch in der Veterinärmedizin - ein am 1. Januar in Kraft getretener Durchführungsbeschluss der Kommission (2013/652/EU), der harmonisierte Überwachungssysteme sicherstellt, die Vergleichbarkeit zwischen den Mitgliedsstaaten und zwischen dem Human- und Veterinärbereich fördert und die Überwachung von Multiresistenzen in der EU erleichtert.

Das Thema Antibiotikaresistenz wird auch nach 2016 eine Priorität in der EU-Politik sein. Weitere Informationen zum aktuellen Sachstand der Maßnahmen können Sie der Roadmap entnehmen.


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