CED EU INFO 2015/02 DE


Ausgabe 2 - Mai 2015

 

Parlamentarische Debatte über endokrine Disruptoren

Auf der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments am 9. März wurde eine hitzige Debatte über endokrine Disruptoren (EDC) geführt. Eine Gruppe von 64 Abgeordneten unter Federführung des italienischen Abgeordneten Nicola Caputo (S&D-Fraktion) hatte eine mündliche Anfrage an die Kommission gerichtet, in der ein Artikel der britischen Tageszeitung „The Guardian“ vom 2. Februar zitiert wurde, wonach 31 Pestizide mit endokrin schädlicher Wirkung wegen Gesundheitsrisiken bereits hätten verboten werden können, wenn die Zusicherung der Kommission, bis Ende 2013 Kriterien für EDC festzulegen, eingehalten worden wäre.


Die Kommission hätte die wissenschaftlichen Kriterien für die Definition von endokrinen Disruptoren bereits im Dezember 2013 festlegen müssen - als ersten Schritt zur Regelung ihrer Verwendung - beschloss jedoch stattdessen, eine Folgenabschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen durchzuführen. Die Abgeordneten forderten die Kommission auf zu erläutern, warum diese Folgenabschätzung erforderlich war.

Der Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, teilte den Abgeordneten mit, dass die Untersuchung von endokrinen Disruptoren für ihn "prioritäre Bedeutung" habe. Er erläuterte, dass unter Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden nach wie "divergierende Auffassungen" herrschten, und dass die Kommission auf eine Entscheidung hinarbeite, was jedoch " in voller Kenntnis der Sachlage" erfolgen müsse. "Wir müssen fundierte Entscheidungen treffen, und zwar in aller Transparenz", fügte er hinzu.

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